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Paroles de chanson
06/05/2026
Anis (Desîhras Tagebuch Kapitel I)
Par Nocte Obducta
Album : Nektar Teil 2

Manchmal frage ich mich, denkst du ueberhaupt noch

an die Tage, die da waren, als

noch lebte, was bald welkte und verblich?

Manchmal denke ich zurueck an frueher,

als so vieles neu war, und es ist berauschend

und erfuellend wie das, was verstrich

Manchmal spuere ich noch fast wie Tranen die Erinnerung

an Nachte, Tage, Abende, auf

ewig in mein blut geschrieben

Manchmal bin ich wieder, der ich damals war,

dann wenn ich treibe auf den Fluessen

jener Zeit, von der so viel in mir geblieben

Auf eisg'en Monden sprossen marchenhafte Garten

Und in den Sternen klang ein Lied, das Aufbruch hiess

Aus meinem Herz entprangen Wege in die Freiheit

...und ueber allem lag ein sanfter Hauch Anis

In mir singen meine Toten, hohle Choere schwellen an

Bis die Zeit wie Glas zerspring und schneidet mich in scharfer Qual

Doch es ist ein suesser Schmerz, als mein Blut mit den Liedern fliesst

Und benetzt mit roten Traumen schneide ich mich noch einmal

Denn in alten, kalten Grueften ruhen liebliche Gebeine

Gerne steige ich hinab unter dem zweiten Mond, dem bleichen

Dunkle Augenhoehlen wissen, dass ich nie vergessen werde

Was sie waren in den Tagen von noch jungen Koenigreichen

Draussen auf den weiten Wiesen, auf den Feldern junger Traume

Wird schon bald die Nebelsonne sich aus ihrem Schlaf erheben

Morgentau in jenen Zeiten schmeckt wie Tranen aus Anis

Die einer weint, der weiss, er wird sein Gestern nicht noch mal erleben

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