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Paroles de chanson
05/05/2026
Jeder Tag Zuviel feat. Antonino (Mega!Mega!)
Par Max Herre
Album : Hallo Welt! [+digital booklet]

Meine sehr verehrten Damen und Herren

Hallo Welt!

Bitte unterbricht das Programm für eine wichtige Durchsage

Sie haben noch genau 3 Sekunden Zeit das Radio laut zu drehen

Jeden Tag geh ich die gleichen Wege

Und jeden Tag dasselbe Spiel

Und jeden Tag hoff ich es wird was andres geben

Und jeder Tag ist jeder Tag zu viel

Ja jeder Tag zu viel, ja jeder Tag zu viel

Er hat ein Leben lang gebuckelt in 'ner Tretmühle

Fragt man ihn wie er sich fühle, sagt er nur "des Lebens müde

Es reicht grad mal für Essen und die Wohnungsmiete

Dann das Bankkonto blank schon zur Monatsmitte

Will nicht um Almosen bitten, will das die da oben wissen

Dass die da unten für so'nschen malochen müssen

Als ob irgendwer vernünftig davon leben könnte"

Nur noch 2 Jahre dann wärn's 50 und er geht in Rente

Und wie soll er seinen Enkeln dann die Welt erklären

Hier ist alles so verquer er versteht's ja selbst nicht mehr

Viele hätte nix wenn wenige ihr Geld vermehren

Und wenn wir so pleite wären wo kämen dan die Milliarden her?

Und er sagt Verzeihung das sei seine Meinung

Hier fehlt es nicht an Reichtum, hier geht es um Verteilung

Sie ist jung, sie ist schön, sie ist gebildet

Weiß was sie vom Leben will nur das Leben will nicht

Sie hat 'nen Bachelor 'nen Master und ne Menge vor

Nur als sie mal länger bohrt, merkt sie: hier gehen Männer vor

Doch sie boxt sich hoch in ihrem Office

Lernt das man im Job nicht besteht wenn man nicht schroff ist

Und sie macht es, will dahin wo die Macht ist

Will schnell hoch hinaus, fährt ihren Ellenbogen raus

Sie steigt immer weiter, hoch die Karriereleiter

Immer mehr arbeiten, mehr Menschen antreiben

Der lange Gang durch die Institution

Hier ist viel verlangt, nur keine weibliche Intuition

Wenn mal wieder zur Bewerbung ne Frau vor ihr steht

Meint sie "Familie und Karriere" und glaubt nicht, dass das geht

Jeden Tag opfern wir die Zukunft für die Gegenwart

Dekadente Lebensart - Kennt kaum n' Gegenpart

All die Dinge die wir kaufen weil sie billig sind

Obwohl die Dinge die wir brauchen nicht mal Dinge sind

Sie mal hin wir sind gefangen in 'ner Sanduhr

Bangen um den Bankenbankrott und den Standort

Fragen ohne Antwort, als sehn wir das Problem nicht

Wenn Wenige fast alles haben, haben fast alle wenig

Geht's echt noch um das was wir besitzen

Wir alle sägen am Ast auf dem wir sitzen

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